Guild Wars 2 – Level 80! Was nun?

Der aktuelle Fahrplan durch das Guild Wars 2 Endgame (Stand: 03/26).

Level 80 ist in Guild Wars 2 nicht das Ende, sondern der Punkt, an dem das Spiel erst richtig aufmacht. Genau das ist gleichzeitig die große Stärke und das große Problem von GW2: Du kannst fast alles machen, aber das Spiel sagt dir nur bedingt, womit du sinnvoll anfangen solltest.

Dieser Guide soll dir deshalb einen klaren Überblick geben. Was ist heute überhaupt relevant? Wie kommst du schnell an brauchbare Ausrüstung? Welche Inhalte eignen sich für den Einstieg, welche eher für später? Und was hat sich in den letzten Jahren eigentlich alles geändert?

Unser Ziel ist nicht, dir jeden einzelnen Spezialfall zu erklären, sondern dir eine vernünftige Reihenfolge an die Hand zu geben, mit der du dich in Tyria nicht völlig verzettelst. Wenn du gerade 80 geworden bist oder mit einem Stufe-80-Boost eingestiegen bist, bist du hier genau richtig.

Solltest du Fragen haben, schreib uns gerne ingame an oder komm direkt auf unseren Discord-Server. Wir helfen dir gerne weiter.

Vorwort

Weniger Dschungel, mehr Richtung.

Wenn du diesen Guide liest, dann hast du Level 80 erreicht oder stehst kurz davor. Glückwunsch – damit hast du in Guild Wars 2 die Schwelle überschritten, hinter der sich der Großteil des eigentlichen Spiels verbirgt.

Das Besondere an Guild Wars 2 ist bis heute, dass alte Inhalte nicht einfach wertlos werden. Die Maximalstufe bleibt seit Jahren gleich, exotische Ausrüstung ist weiterhin brauchbar und ein Großteil der Welt bleibt relevant. Das ist gut, weil du alten Content nicht einfach überspringen musst. Es ist aber auch unerquicklich, weil du plötzlich vor einer riesigen Menge an Möglichkeiten stehst und dich fragst, womit du anfangen sollst.

Hinzu kommt, dass Guild Wars 2 inzwischen deutlich mehr Inhalt hat als noch vor ein paar Jahren: mehrere Erweiterungen, Living World, Fraktale, klassische Schlachtzüge, ehemalige Angriffsmissionen, Konvergenzen, Beherrschungen, Reittiere, Heimstatt, Wizard’s Vault und noch eine Menge Zeug drumherum.

Genau deshalb gibt es diesen Guide. Er soll dir nicht erzählen, dass du alles gleichzeitig machen musst, sondern dir eine sinnvolle Reihenfolge geben. Erst Orientierung, dann Gear, dann gezielt die Spielbereiche, auf die du wirklich Lust hast.

„Ich habe jetzt 80 erreicht. Muss ich sofort Fraktale spielen? Brauche ich direkt aufgestiegene Ausrüstung? Sollte ich erst die Story machen? Und warum reden alle über Dinge, von denen ich noch nie gehört habe?“

Die gute Nachricht: Du kannst in Guild Wars 2 kaum etwas „falsch“ machen. Die bessere Nachricht: Es gibt trotzdem einen deutlich entspannteren Weg als blind überall reinzulaufen. Genau den gehen wir hier Schritt für Schritt durch.

Ein wichtiger Hinweis: Nur weil du etwas schon betreten kannst, heißt das nicht, dass du es sofort spielen solltest.

Und falls danach noch Fragen offen sind: Komm auf unseren Discord oder melde dich ingame. Übrigens: Neue Mitglieder sind bei uns auch immer willkommen.

Ein wichtiger Hinweis vorweg!

Wie Guild Wars 2 heute funktioniert.

Guild Wars 2 ist weiterhin ein Buy-to-play-Spiel mit kostenlosem Core-Spiel. Das heißt: Du kannst den Grundteil kostenlos spielen und kaufst Erweiterungen einmalig dazu. Eine monatliche Gebühr gibt es nicht.

Wichtig ist aber: Nicht alles steckt automatisch in einer einzelnen Erweiterung. Neben den Erweiterungen gibt es weiterhin die Inhalte der Living World bzw. früheren Story-Staffeln, die separat freigeschaltet werden können. Wer die komplette Geschichte erleben will, sollte das im Hinterkopf behalten.

Der Edelsteinshop existiert natürlich auch weiterhin. Dort bekommst du vor allem Komfortfunktionen, kosmetische Inhalte, Bank- und Inventarerweiterungen, Vorlagen, Skins und ähnliche Dinge. Das Spiel wird dadurch bequemer, aber nicht automatisch gewonnen.

Außerdem hat sich das Belohnungssystem verändert: Die alten täglichen Login-Belohnungen gibt es in der alten Form nicht mehr. Stattdessen ist der Wizard’s Vault heute das zentrale System für tägliche und wöchentliche Aufgaben sowie viele wertvolle Belohnungen. Es lohnt sich, da regelmäßig reinzuschauen.

Wenn du neu einsteigst, ist außerdem wichtig zu wissen, dass dich Guild Wars 2 nicht immer sinnvoll an die Hand nimmt. Du bekommst Dinge wie einen Stufe-80-Boost, wirst mit Systemen bombardiert und landest schnell in Bereichen, für die dir noch das Verständnis fehlt. Nur weil du etwas schon betreten kannst, heißt das nicht, dass du es sofort sinnvoll spielen solltest.

Mein Rat ist deshalb simpel: Lass dich nicht von der schieren Menge an Inhalten kirre machen. Du musst nicht alles sofort freischalten, nicht jede Währung verstehen und nicht jeden Tab im Interface auswendig kennen. Konzentrier dich zuerst auf drei Dinge: eine funktionierende Ausrüstung, die wichtigsten Fortbewegungs- und Beherrschungsfeatures und einen groben Überblick über die Endgame-Inhalte.

Wenn du das sauber aufgebaut hast, erschließt sich der Rest deutlich entspannter.

Allgemeine Übersicht.

Was heute überhaupt zum Endgame gehört.

Guild Wars 2 hat auch 2026 weiterhin drei große Spielbereiche: PvE, PvP und WvW. Dazu kommen einige Systeme, die übergreifend wichtig sind – etwa Erfolge, Fashion, der Wizard’s Vault, legendäre Ausrüstung oder die Heimstatt.

Weil das Spiel über die Jahre stark gewachsen ist, ist es sinnvoll, sich nicht an einer künstlichen „Pflichtliste“ festzubeißen. Trotzdem gibt es Inhalte, die sich für neue 80er eher eignen als andere.

PvE

Im PvE steckt der größte Teil des Spiels: Story, Karten, Meta-Events, Beherrschungen, Reittiere, Fraktale, klassische Raid-Wings, die ehemaligen Angriffsmissionen, Konvergenzen, Sammlungen, Jumping Puzzles und vieles mehr. Für die meisten Spieler ist das der natürliche Startpunkt ins Endgame.
 
Vor allem die Story und die offenen Karten lohnen sich, weil du darüber nicht nur Inhalte kennenlernst, sondern auch zentrale Systeme wie Gleiten, Reittiere wie die Skyscale, Beherrschungen oder neue Kartenwährungen freischaltest.

Wenn du PvE spielst, wirst du früher oder später auch über Gear-Optimierung stolpern. Das ist normal – aber du brauchst dafür keinen Perfektionismus am ersten Tag.

Mehr PvE

PvP

Das strukturierte PvP ist weiterhin vom restlichen Spiel entkoppelt. Deine PvE-Ausrüstung ist dort praktisch egal, weil du im PvP mit standardisierten Werten und einem separaten Build-System spielst. Das macht PvP zu einem sehr fairen Spielmodus für alle, die lieber direkt gegen andere Spieler antreten wollen.

Wenn du Lust auf Wettkampf hast und keine Geduld für Gear-Grind, ist PvP nach wie vor einer der einfachsten Wege, direkt mit Endgame-Inhalten loszulegen.

Mehr PvP

WvW

Welt gegen Welt ist der groß angelegte Kampf zwischen Teams auf mehreren Karten. Anders als früher läuft das Matchmaking heute nicht mehr einfach klassisch über deine ursprüngliche Welt, sondern über das moderne Team- bzw. WvW-Gilden-System. Wenn du mit bestimmten Leuten zusammenspielen willst, solltest du dich damit aktiv beschäftigen.

Mehr WvW

Bereichsübergreifend wichtig sind außerdem der Wizard’s Vault, das Erfolgssystem, legendäre Ausrüstung, das Sammeln von Skins und Farben sowie inzwischen auch die Heimstatt. Nichts davon ist Pflicht, aber es sind nette Langzeitprojekte. Egal ob für den Completionist, mehr Bequemlichkeit oder einfach für Fashion-Wars.

Unterm Strich heißt das: Das Endgame von Guild Wars 2 ist nicht ein Inhalt, sondern ein Baukasten. Du brauchst nur einen vernünftigen Startpunkt.

Deine Ausrüstung.

Erst brauchbar, dann perfekt.

Wenn du mit PvE oder WvW loslegen willst, brauchst du eine funktionierende Ausrüstung. Die gute Nachricht: Für fast alles, was du am Anfang machen möchtest, reicht eine komplette exotische Ausrüstung völlig aus.

Mach nicht den Anfängerfehler, direkt auf legendär oder aufgestiegen zu starren. Dein erstes Ziel ist kein Luxusset, sondern ein stimmiger Build mit sinnvollen Werten, passenden Waffen und brauchbaren Upgrades.

Wichtig sind dabei im Grunde vier Dinge: deine Rüstungsklasse, die Attributkombination, die Upgrades und später die Frage, ob und wann du auf aufgestiegene oder legendäre Ausrüstung gehst.

Exotische Ausrüstung

Für den Einstieg ist exotische Ausrüstung der Standard. Du bekommst sie über den Handelsposten, über Story- und Kartenbelohnungen, über diverse Händler, über Währungen aus bestimmten Spielbereichen oder über Handwerk.

Wenn du schnell einsatzbereit sein willst, ist der Handelsposten meist der einfachste Weg. Vor allem für offene Welt, Story, erste Meta-Events, Dungeons und die unteren Fraktalstufen ist ein vollständiges exotisches Set absolut ausreichend.

Welche Werte sinnvoll sind, hängt stark von deiner Klasse und deinem Build ab. „Einfach irgendein Berserker-Set für alle“ ist heute zu grob gedacht. Für reinen Schaden ist das oft immer noch okay, aber viele Builds profitieren genauso von Zustandswerten, Zähigkeit, Vitalität, Konzentration oder Heilkraft. Entscheidend ist also nicht nur was du trägst, sondern wofür.

Handwerksberufe (Crafting)

Handwerk ist weiterhin ein solider Weg an Ausrüstung zu kommen – vor allem dann, wenn du später auf aufgestiegene Gegenstände gehen willst. Für viele Spieler ist Crafting aber eher ein Mittel zum Zweck als Pflichtprogramm.

Wenn du nur schnell spielfähig werden willst, musst du nicht zuerst Berufe hochziehen. Wenn du hingegen längerfristig planst, dir legendäre Waffen oder Rüstung zu bauen, lohnt es sich, die passenden Handwerksberufe früh im Blick zu behalten. Auch für aufgestiegene Rüstung kann Crafting genutzt werden, jedoch gibt es inzwischen eine Vielzahl an günstigeren Möglichkeiten diese zu bekommen. Handwerk bringt außerdem eine durchaus akzeptable Menge an Erfahrung.

Kurz gesagt: Crafting ist nützlich, aber kein Zwang. Wer lieber spielt als Menüs sortiert, kann am Anfang problemlos ohne auskommen.

Dungeons, Währungen und sonstige Quellen

Auch alte Inhalte wie Dungeons sind nicht völlig bedeutungslos. Sie liefern weiterhin Belohnungen, Skins, Währungen und teilweise Dinge, die für Sammlungen oder legendäre Projekte relevant sind.

Dazu kommen heute viele weitere Wege an brauchbares Gear: Fraktale, PvP-Belohnungspfade, WvW, Kartenwährungen, Story-Belohnungen und spezialisierte Händler. Guild Wars 2 ist an dieser Stelle sehr offen – du kannst dir deine Ausrüstung über fast jeden Spielbereich nach und nach zusammenbauen.

Wichtiger als der genaue Beschaffungsweg ist am Anfang, dass dein Set halbwegs zusammenpasst. Ein wirres Mischmasch aus zufälligen Stats bremst dich mehr aus als ein sauber gebautes exotisches Standardset.

Runen, Sigille und Relikte

Zur Ausrüstung gehören heute nicht nur Waffen, Rüstung und Schmuck, sondern auch Runen, Sigille und Relikte. Gerade neue oder zurückkehrende Spieler übersehen das gerne.

Runen stecken in der Rüstung, Sigille in den Waffen und das Relikt ist ein eigener Ausrüstungsbaustein, der häufig einen sehr spürbaren Effekt auf deinen Build hat. Wenn dein Charakter sich komisch oder schwach anfühlt, liegt das erstaunlich oft nicht an der Klasse, sondern daran, dass diese Bausteine fehlen oder nicht zusammenpassen.

Du musst am Anfang nicht das teuerste Setup kaufen. Aber ganz ohne passende Upgrades verschenkst du unnötig viel Potenzial.

Aufgestiegene Ausrüstung

Aufgestiegene Ausrüstung ist die nächsthöhere Stufe über exotisch und hat bessere Werte. Der Unterschied ist spürbar, aber nicht so riesig, wie viele neue Spieler denken. Für die offene Welt und sehr viele andere Inhalte ist exotisch weiterhin absolut ausreichend.

Wirklich wichtig wird aufgestiegene Ausrüstung vor allem in den höheren Fraktalstufen, weil du dort Qualwiderstand über Infusionen brauchst. Diese Infusionen kannst du nur in passende Slots einsetzen, wie sie aufgestiegene und legendäre Gegenstände bieten.

Ein sinnvoller Weg ist deshalb oft: erst exotisch komplett machen, dann nach und nach aufgestiegene Schmuckstücke, Waffen und später Rüstung ergänzen. Du musst nicht alles auf einmal ersetzen.

Aufgestiegene Gegenstände bekommst du über Fraktale, Erfolge, Sammlungen, Währungen, Crafting, manche Story- und Karteninhalte, PvP, WvW und weitere Spielbereiche. Auch hier gilt wieder: Guild Wars 2 zwingt dich selten auf genau einen Weg.

Legendäre Ausrüstung

Legendäre Ausrüstung ist wertetechnisch auf dem Niveau von aufgestiegener Ausrüstung. Der eigentliche Vorteil ist der Komfort: Du kannst Werte flexibel ändern, Upgrades einfacher verwalten und den Gegenstand accountweit in deiner legendären Rüstkammer nutzen.

Dazu kommt natürlich die Optik. Viele legendäre Waffen, Rüstungen und Schmuckstücke sind Prestigeprojekte und genau so solltest du sie auch betrachten: als langfristiges Ziel, nicht als Startanforderung.

Wenn du gerade frisch 80 bist, brauchst du keine legendären Gegenstände. Gar nicht. Sie sind ein Luxus- und Komfortziel für später.

Player versus Environment (PvE).

Story, Karten, Fraktale, Raids, Konvergenzen und mehr.

Story und sinnvoller Start

Wenn du nach Level 80 nicht weißt, was du tun sollst, ist die Story immer noch einer der sinnvollsten Startpunkte. Nicht, weil du sie musst, sondern weil sie dir Struktur gibt, Karten freischaltet und viele Systeme organisch erklärt.

Die grobe Reihenfolge lautet heute: Persönliche Geschichte, Staffel 1, Staffel 2, Heart of Thorns, Staffel 3, Path of Fire, Staffel 4, Eisbrut-Saga, End of Dragons, Secrets of the Obscure, Janthir Wilds und anschließend Visions of Eternity.

Das Entscheidende daran ist weniger die Lore als der praktische Nutzen: Du schaltest über diese Inhalte Beherrschungen, Gleiten, Reittiere, Zugang zu wichtigen Karten, Komfortsysteme und diverse Endgame-Aktivitäten frei. Wer planlos alles quer spielt, verzettelt sich oft unnötig.

Deshalb ist die Story für neue 80er bis heute der beste rote Faden durchs Spiel.

Offene Welt, Karten und Meta-Events

Die offene Welt ist in Guild Wars 2 kein bloßer Leerlauf zwischen Instanzen, sondern ein zentraler Endgame-Bereich. Viele Karten leben über große Meta-Events, Eventketten, Sammlungen, Erfolge, Währungen und Belohnungen.

Gerade für neue oder zurückkehrende Spieler lohnt es sich deshalb, regelmäßig offene Karten zu spielen. Du lernst Mechaniken, bekommst Materialien, Gold, Beherrschungserfahrung und häufig auch Ausrüstung oder nützliche Währungen.

Zusätzlich bleibt Kartenabschluss relevant – sei es für Belohnungen, für Sammlertrieb, für legendäre Projekte oder einfach, weil Guild Wars 2 nach wie vor eine der stärksten MMO-Welten zum Erkunden hat.

Wenn du lieber in Ruhe unterwegs bist statt direkt in harte Gruppeninhalte zu springen, ist das kein „Umweg“, sondern ein völlig legitimer und sinnvoller Weg durchs Endgame.

Dungeons und Fraktale

Dungeons sind heute eher Veteranen- und Nostalgie-Content, aber nicht nutzlos. Für Skins, Währungen, Erfolge und manche Sammlungen sind sie weiterhin relevant. Als moderneres 5-Spieler-Endgame stehen aber ganz klar die Fraktale im Vordergrund.

Fraktale sind in Tiers unterteilt und steigen in Schwierigkeit, Belohnung und Anspruch. Tier 1 ist ein guter Einstieg, wenn du erste instanzierte Inhalte im Team spielen willst. Dort brauchst du noch keinen großen Perfektionismus und kannst Mechaniken sauber lernen.

Sobald du in höhere Tiers willst, wird Qualwiderstand wichtig. Genau deshalb ist aufgestiegene Ausrüstung dort nicht bloß Luxus, sondern Teil der Progression. Fraktale sind damit bis heute der klassische Weg vom „brauchbar ausgerüsteten 80er“ hin zum sauber optimierten PvE-Charakter.

Raids, ehemalige Angriffsmissionen und Konvergenzen

Das 10-Spieler-Endgame ist heute breiter aufgestellt als früher. Es gibt die klassischen Raid-Wings, die ehemaligen Angriffsmissionen als kurze Boss-Encounters und dazu Konvergenzen als größere instanzierte PvE-Inhalte mit vielen Spielern.

Für den Einstieg eignen sich meist zuerst die leichteren 10-Spieler-Begegnungen. Du musst nicht direkt die härtesten Bosse oder Challenge Modes anvisieren. Viel wichtiger ist, dass du Grundrollen, Mechaniken und dein Build vernünftig verstehst. Hierzu gibt es Gilden wie uns, die auch neue Leute mitnehmen, traditionelle Raid-Lern-Gilden, einen Trainingsbereich im LFG oder natürlich die guten, alten YouTube-Tutorials sowie das (wirklich gute) GW2-Wiki.

Wenn du irgendwann Richtung legendäre PvE-Rüstung, exklusive Belohnungen, saubere Gruppenspiel-Routinen und anspruchsvolleres PvE willst, führt an diesen Inhalten kaum ein Weg vorbei.

Konvergenzen sind dabei ein guter Mittelweg zwischen offener Welt und härterem Instanz-Content. Sie sind zugänglicher als ein klassischer Raid-Abend, aber trotzdem klar strukturierter als bloßes Herumlaufen auf einer Karte.

Player versus Player (PvP).

Direkt rein, ohne Gear-Grind.

Das strukturierte PvP bleibt einer der zugänglichsten Endgame-Bereiche, weil deine PvE-Ausrüstung dort keine Rolle spielt. Du stellst dein PvP-Build separat zusammen und kannst dich im Herz der Nebel direkt mit anderen Spielern messen.

Der Kernmodus ist weiterhin Eroberung. Hier kämpfen zwei Teams um die Kontrolle von Punkten auf der Karte. Daneben gibt es immer wieder andere Formate und saisonale Varianten. Wer kompetitiv spielen möchte, findet also nach wie vor genug Futter.

Der große Vorteil für neue 80er ist offensichtlich: Du musst nicht erst tagelang Gear farmen, um sinnvoll mitspielen zu können. Der große Nachteil ist ebenso offensichtlich: Es gibt keine Ausreden. Wenn du verlierst, liegt es meistens eher an Build, Positioning, Rotationen oder Entscheidungsverhalten als an deinem Itemlevel.

PvP ist deshalb ideal für Spieler, die lieber direkt lernen, wie Kämpfe funktionieren, statt sich erst durch PvE-Progression zu arbeiten.

Welt gegen Welt (WvW).

Große Kämpfe, kleine Trupps und viel Eigenleben.

WvW unterscheidet sich vom strukturierten PvP vor allem in zwei Punkten: Deine Ausrüstung zählt und der Spielmodus ist viel weniger „sauber“ inszeniert. Statt symmetrischer Arenakämpfe bekommst du große Karten, Belagerungen, Verteidigung, Roaming, Versorgungslinien und Massenschlachten.

Für den Einstieg reicht auch hier meistens eine vollständige exotische Ausrüstung mit sinnvollen Werten. Später kann sich eine spezialisierte WvW-Ausrüstung lohnen – je nachdem ob du im Zerg spielst, Roaming betreibst oder lieber Support-Rollen übernimmst.

Wichtig ist: Das alte reine Serverdenken ist im WvW so nicht mehr die ganze Wahrheit. Wenn du gezielt mit bestimmten Spielern zusammenspielen möchtest, solltest du dich damit befassen, welche WvW-Gilde du auswählst. Dieses System ist heute zentral für die Teamzuordnung.

Spielerisch kannst du im WvW sehr unterschiedlich unterwegs sein. Du kannst einem Kommandeur im Zerg folgen, mit einer kleinen Gruppe gezielt Ziele angreifen, Versorgungslinien stören, Camps drehen oder als Roamer einzelne Kämpfe suchen. Genau das macht den Modus für viele so reizvoll: Er fühlt sich deutlich weniger nach festem Ablauf an als andere Inhalte.

Sonstiges.

Das Zeug, das trotzdem wichtig ist.

Nicht alles in Guild Wars 2 lässt sich sauber unter PvE, PvP oder WvW einsortieren. Manche Systeme begleiten dich unabhängig davon, was du hauptsächlich spielst.

Wizard’s Vault und Erfolge

Der Wizard’s Vault ist heute ein zentrales Belohnungssystem. Über tägliche und wöchentliche Aufgaben sammelst du Währung, mit der du dir gezielt Belohnungen holen kannst. Das System ist deutlich relevanter als die alten Daily-Strukturen und sollte von dir nicht ignoriert werden. Du kannst hier über das Zahlrad auch auswählen in welchen Spielbereichen du deine Aufgaben absolvieren willst: PvE, WvW und/oder PvP?

Dazu kommt wie gehabt das Erfolgssystem. Es ist in Guild Wars 2 weit mehr als eine bloße Zahlenwüste. Viele Erfolge hängen an Sammlungen, Kosmetik, Account-Fortschritt, besonderen Belohnungen oder sogar an legendären Projekten. Gerade wer langfristig spielt, kommt an Erfolgen ohnehin nicht vorbei.

Fashion Wars

Ja, das ist immer noch ein Running Gag. Nein, es ist nicht nur ein Gag. Fashion Wars ist nach wie vor eines der echten Endgames von Guild Wars 2.

Skins, Farben, Infusionen, legendäre Effekte, Outfits, Rücken- und Waffenoptiken – das alles spielt in GW2 eine riesige Rolle. Viele Spieler investieren am Ende mehr Zeit in den Look ihres Charakters als in die letzten Prozent Schadensoptimierung.

Und ganz ehrlich: nachvollziehbar. Guild Wars 2 gibt dir dafür bis heute enorm viele Möglichkeiten.

Gilden und Heimstatt

Gilden bleiben wichtig – nicht nur sozial, sondern auch praktisch. Gemeinsam laufen sich viele Inhalte deutlich entspannter, sei es offene Welt, Fraktale, WvW, PvP, Trainingsgruppen oder Gildenmissionen.

Außerdem gibt es inzwischen mit der Heimstatt ein accountweites Housing-System, das mit Janthir Wilds eingeführt wurde. Das ist kein Pflichtsystem für Progression, aber ein schönes Langzeitprojekt für alle, die sammeln, dekorieren und ihren Account weiter ausbauen möchten.

Wenn du Guild Wars 2 länger spielst, merkst du schnell: Nicht nur Zahlenfortschritt hält dich im Spiel, sondern auch solche Systeme, in denen du dir eigene Ziele setzt.

Zusammenfassung – kurz und knapp.

TL;DR.

Wenn du frisch Level 80 bist, dann versuch nicht, sofort das ganze Spiel gleichzeitig zu verstehen. Hol dir zuerst eine saubere exotische Ausrüstung, ergänze passende Runen, Sigille und ein sinnvolles Relikt und entscheide dann, welchen Spielbereich du als Nächstes vertiefen möchtest.

Für die meisten Spieler ist die Story der beste Startpunkt, weil sie Inhalte, Karten, Beherrschungen und wichtige Systeme freischaltet. Von dort aus kannst du problemlos in offene Welt, Meta-Events, erste Dungeons, Fraktale oder auch in WvW und PvP wechseln.

Aufgestiegene Ausrüstung ist ein mittelfristiges Ziel und vor allem für höhere Fraktale wirklich relevant. Legendäre Ausrüstung ist ein Luxus- und Komfortziel für später, aber ganz sicher nichts, worüber du dir direkt als neuer 80er den Kopf zerbrechen musst.

Das Entscheidende ist: Guild Wars 2 zwingt dich nicht in eine starre Endgame-Leiter. Genau darin liegt die Freiheit – und anfangs auch die Verwirrung. Wenn du dir aber erst Orientierung verschaffst und dann gezielt in die Inhalte gehst, auf die du Lust hast, funktioniert das Spiel bis heute hervorragend.

Oder in einem Satz: Erst Überblick, dann brauchbares Gear, dann das spielen, woran du wirklich Spaß hast.